3. Tag
Am Samstag, 29. Sep 2007
St. Jean du Bruel - les Vignes
75,5 Km 410 hm
75,5 Km 410 hm

Es geht aufwaerts......
Ich habe schlecht geschlafen und bin schon vor 9 Uhr wieder auf der Straße. Doch vorher resette ich meinen Computer, alle muehsam erfahrenen Kilometer diesen Jahres sind weg - verschwunden im Nirvana des Datenmuells. Dafuer habe ich beschlossen, es in den naechsten Tagen etwas ruhiger angehen zu lassen und mir bei der Durchfahrung der Tarn-Schlucht noch mehr Zeit zu lassen.....
Nach den eher langweiligen 7 Kilometern bis Nant fahre ich durch den Canyon de la Dourbie. Die Fahrt macht mir Spaß, auch wenn ich mir die eigentlich abfallende Strasse einfacher vorgestellt habe. Wahrscheinlich habe ich mich noch nicht von den Strapazen der letzten beiden Tage erholt. Auch strengen diverse Gegensteigungen und ein recht frischer Gegenwind ziemlich an. Allerdings bietet der Canyon einige wunderschoene Blicke, auch wenn ich ihn mir insgesamt etwas spektakulaerer vorgestellt hatte.
In Millau fließt die Dourbie in die Tarn und damit endet mein erster Teil der Tour du Gorges. Ich fahre nicht hinein ins Zentrum von Millau, weil von dort die Strasse an der Tarn eine Nationalstrasse ist und ich mir den erwarteten Verkehr nicht antun moechte. Stattdessen biege ich in eine klein Strasse, die auf der anderen Flussseite der Tarn folgt. Dadurch entgeht mir leider auch ein genauerer Blick auf die riesige Autobahnbruecke ueber das Tal der Tarn - nur von weitem kann ich einige Blicke auf die Bruecke werfen und erahne die gewaltigen Dimensionen des Bauwerks.
Die Strasse ist verkehrs- und huegelarm und ich erreiche schnell das Oertchen Paulhe, von wo ich die Bruecke ueber die Tarn zur D 907 ignoriere und weiter auf meiner kleinen Strasse Richtung le Rozier eile. Obwohl, von Eile kann jetzt nicht mehr unbedingt die Rede sein, stellt sich mir doch wieder der eine oder andere Huegel in den Weg, die aber dann doch relativ unaufgeregt meistere. Ein erster anvisierter Campingplatz erweist sich als zu weit abgelegen, so dass ich erst einmal bis le Rozier und dann, nach einer ausgiebigen Café-Pause, weiter in die eigentliche Gorges du Tarn fahre. Die Straße und das Tal werden enger, die Tarn hat sich eine imposante Schneise in den Kalkstein gegraben. Schwer beeindruckt und mit leichten Beinen, nur unterbrochen von diversen Fotopausen, fliege ich nach les Vignes.
Kurz hinter dem Ort finde ich einen Campingplatz mit einem inzwischen von mir liebgewonnenen Swimmingpool. Der Platz liegt direkt an der Tarn und ich verbringe einen angenehmen Nachmittag an Pool und Fluss. Am fruehen Abend radle ich zurueck in den Ort, wo der Alimentaire inzwischen geoeffnet hat. Doch die Saison ist vorueber und das Warenangebot erinnert an einen DDR-Laden in tiefster Provinz. Dennoch gelingt es mir, ein vernuenftiges Abendessen zusammen zu stellen und es am Flussufer genuesslich zu verspeisen.


durch den Canyon de la Dourbie

durch die Gorges du Tarn
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Autobahnbrücke bei Millau